Hier ist ein Trilobit mit Farbmuster- Erhaltung der Art Eldredgeops rana rana aus dem Wanakah Shale von New York. Fossilien und insbesondere Trilobiten mit Farbmuster-Erhaltung sind große Ausnahmen und Raritäten. George C. Esker, 1968 diskutiert von einige Funde von Phacops rana* mit Frabmarikerungen, also Farbmustern aus dem Devon von New York. (*= Eldredgeops rana) Esker spekuliert ob sich bei den unregelmäßigen aber symmetrischen Punkmustern um eine Erhaltung von Chromatophoren handelt. Bei rezenten Crustaceen ist eine solche Farbwechselphysiologie bekannt. Jedoch setzen diese eine gewisse Transparenz oder zumindest eine hohe Transluzenz des Panzers voraus. McRoberts et al, 2013 legen dar, dass diese punktierten Muster mit kugelförmigen Strukturen innerhalb der inneren laminieren Lage des Trilobiten Panzers korrespondieren. Diese bestehen scheinbar aus transparentem Kalzit. Jedoch sich unterhalb des äußeren prismatischen Teils der Schale befinden. McRoberts et al schlissen daher Exoparasiten und Epibionten (also Bewuchs) aus. Durch die symmetrische und nicht zufällige Verteilung dieser Farb- Muster lässt sich diese Hypothese ziemlich sicher ausschlissen- Auch Muskelansatzstellen oder Diagenese lassen sich als Erklärung ausschließen. Obwohl Diagenese und diese Erhaltungsvariante einen Einfluss auf die Sichtbarkeit dieser Farbmuster hat. Immerhin darf die Trilobiten Schale nicht remineralisiert sein um diese primären Details überliefern zu können. In dem Schoenemann et al, 2014 Paper folgen die Autoren der Interpretation von McRoberts dieser Spähen als Transluzentes Kalzit Fenster für Chromatophoren eher nicht. Zwar konnten auch diese Kugelstrukturen nachgewiesen werden. Jedoch waren diese offenbar auch nicht transparent. Hierbei kann es sich auch um eine Erhaltungsvariante handeln. Farbmuster sind bei Trilobiten eigentlich bei allen Fossilien eher sehr selten überlieferungsfähig. Zumindest sind Farbmuster auch bei anderen Trilobiten Ordnungen nachgewiesen. Zumindest die Funktion als Tarnmuster um den Körperumriss optisch etwas zu verschleiern war vermutlich gegeben. Dieser etwa 24 mm lange Eldredgeops zeigt diese Strukturen eben in einer außerordentlich guten Erhaltung. Insbesondere auch die Makrostrukturen der Trilobiten Schale sind sehr gut erhalten. Im Querbruch durch die Pleuren spitze lässt sich deutlich die äußere prismatische Lage sowie die inneren laminierten Lagen sowie die innere Schicht erkennen. Auch die Schizochroalen Trilobiten Augen lassen die Dublüren Strukturen der Linsenkörper erkennen. Insgesamt ist dies ein sehr interessanter Trilobit in einer schönen, gestreckten Erhaltung.
Esker GC. 1968 : Colour markings in Phacops and Greenops from the Devonian of New York. McRoberts, Christopher & Hegna, Thomas & Burke, Jeri & Stice, Morgan & Mize, Steven & Martin, Markus. ,2013 : Original spotted patterns on Middle Devonian phacopid trilobites from western and central New York. Schoenemann, Clarkson & Ryck, 2014 : Colour Patterns in Devonian Trilobites. 113- 117 in The Open Geology Journal, 2014, 8, 113-11 |